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Henry van de Velde
1863–1957
Land
Belgien
Typ
Person
Funktionen
Designer
Biografie
Geboren 3. April 1863 Antwerpen, Belgien
Gestorben 25. Oktober 1957 Zürich, Schweiz
Henry van de Velde studierte von 1880 bis 1884 Malerei an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen. Ab 1886 entwarf er Signets und Buchgestaltungen; 1888 wurde er Mitglied der avantgardistischen Künstlervereinigung Les XX. Nach ersten kunsthandwerklichen Entwürfen gab er 1894 die Malerei auf und wandte sich Architektur, Innenarchitektur und Gestaltung zu. Mit seinem Wohnhaus Bloemenwerf in Uccle bei Brüssel (1895/96) schuf er ein Schlüsselwerk, dem zahlreiche Innenraumprojekte für Auftraggeber wie Siegfried Bing und Julius Meier-Graefe folgten. Er gründete eigene Werkstätten in Belgien und Berlin und gestaltete von 1900 bis 1902 die Innenräume des Folkwang-Museums in Hagen. 1901 wurde er Berater des Großherzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, gründete 1902 das Kunstgewerbliche Seminar in Weimar und lehrte von 1906 bis 1915 an der nach seinen Plänen errichteten Großherzoglichen Kunstgewerbeschule. Nach seinem Umzug in die Schweiz 1917 war er von 1925 bis 1936 Professor für Architektur in Gent und von 1927 bis 1936 Direktor des von ihm gegründeten Institut supérieur des arts décoratifs (La Cambre) in Brüssel. Zu seinen Spätwerken zählten die belgischen Pavillons der Weltausstellungen in Paris (1937) und New York (1938/39) sowie das Museum Kröller-Müller in Otterlo.