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Erik Gunnar Asplund

1885–1940
Land
Schweden
Typ
Person
Funktionen
Designer
Biografie
Asplund erhielt seine Ausbildung an der Technischen Hochschule (1905-09) und der Freien Architekturschule in Stockholm. Nach einer zweijährigen Assistenzzeit an der Technischen Hochschule 1912 und 1913 bereiste er Italien und Frankreich. Mit Sigurd Lewerentz, einem der Gründungsmitglieder der Freien Architekturschule, gewann er 1915 den Wettbewerb für die Gestaltung des Stockholmer Friedhofs. Zu seinen ersten selbständigen Arbeiten gehören die Villa Snellmann in Djursholm (1917/18) und eine Waldkapelle in Stockholm (1918-20). Nach dem Gerichtsgebäude in Sölvesburg (1917-21) und der Karl-Johan-Schule in Göteborg (1915-24) entstand die Stadtbibliothek in Stockholm (1920-28): ein zentraler Zylinder, hufeisenförmig umschlossen von drei flacheren kubischen Flügeln. Vom phantasievoll interpretierten Neoklassizismus dieser Bauten wechselte Asplund zu einer kompromißlosen Moderne. Für die Stockholmer Ausstellung 1930 entstand unter seiner Federführung eine aufgelockerte Gesamtanlage. Die Pavillons aus viel Glas, dünnen Stahlprofilen und bunten Sonnenblenden, mit thematisch wechselnder Akzentuierung, sind Höhepunkte des 'Stil 1930'. Von 1931 his 1940 lehrte Asplund als Professor an der Technischen Hochschule in Stockholm. Aus dieser Zeit stammen der Erweiterungsbau des Göteborger Rathauses (1934-37) und das Waldkrematorium auf dem Stockholmer Südfriedhof (1935-40), eine Anlage aus Krematorium und drei Kapellen. Der Haupteingang wird durch eine große Kolonnadenhalle geprägt, Vierkantpfeiler tragen die ebene Dachplatte.