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Jean-Joseph Chapuis
1765–1864
Land
Belgien
Typ
Person
Funktionen
Designer
Biografie
Geboren 6. Juni 1765 Brüssel, Belgien
Gestorben 10. Februar 1864 Brüssel, Belgien
Jean-Jacques Chapuis absolvierte zwischen etwa 1786 und 1795 in Paris eine Ausbildung zum Tischler und erwarb den Titel „maitre ebeniste“, der ihn zur Signatur seiner Möbel mit der „estampille“ der Ebenistenzunft berechtigte. 1795 gründete er in Brüssel eine eigene Werkstatt. Mit seinen zwischen 1796 und 1799 entworfenen Sitzmöbeln im Stil des Directoire setzte er sich durch reduzierte Formen von zeitgenössischen Entwürfen ab. Um 1800 begann er mit Experimenten in Schichtholz, entwickelte um 1803 die Schichtverleimtechnik und entwarf die Chaise de Garde im Stil des Consulat, von der kurz darauf die erste vollständig in Schichtholz gefertigte Variante entstand. 1805/06 war er an der Ausstattung von Schloss Laeken im Auftrag Napoleons beteiligt. Ab 1805 stand er in engem Austausch mit der Pariser Werkstatt von Francois-Honore-Georges Jacob-Desmalter und fertigte zahlreiche Schichtholzmöbel, bei denen kontrastierende Holzarten wie Mahagoni, Ebenholz und Mooreiche die Konstruktion sichtbar machten. Um 1808 bis 1810 entstand die letzte überarbeitete Version der Chaise de Garde. In den 1820er Jahren entwarf er Schichtholzmöbel im Stil des Biedermeier. 1830 beendete er seine aktive gestalterische Tätigkeit.