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Charlotte Perriand
1903–1999
Land
Frankreich
Typ
Person
Funktionen
Designer
Biografie
Geboren 24. Oktober 1903 Paris, Frankreich
Gestorben 27. Oktober 1999 Paris, Frankreich
Charlotte Perriand studierte von 1921 bis 1925 Innenarchitektur an der École de l’Union centrale des arts décoratifs in Paris. Mit den auf den Pariser Salons präsentierten Arbeiten „Coin de salon“ und „Le Bar sous le toit“ erzielte sie 1926 und 1927 erste Erfolge. 1927 entwarf sie ihre ersten Stahlrohrmöbel für die „Salle à manger“ und begann die Zusammenarbeit mit Le Corbusier und Pierre Jeanneret. Gemeinsam entwickelten sie 1928/29 eine wegweisende Stahlrohrmöbellinie, die 1929 auf dem Salon d’Automne vorgestellt wurde. Im selben Jahr wurde sie Gründungsmitglied der Union d’artistes modernes (UAM). In den 1930er Jahren entstanden fotografische Studien zum Art brut sowie Arbeiten für Ausstellungen in Brüssel und Paris, darunter die Fotocollage „La Grande Misère de Paris“. Nach dem Ausscheiden aus dem Atelier Le Corbusier-Jeanneret 1937 arbeitete sie mit Pierre Jeanneret und Jean Prouvé an Möbelentwürfen. Während und nach ihren Aufenthalten in Japan von 1940 bis 1942 sowie 1953 bis 1955 vertiefte sie den Austausch zwischen westlicher Moderne und japanischer Gestaltung. Ab 1946 arbeitete sie erneut projektbezogen mit Le Corbusier zusammen. Zu ihren bedeutenden Spätwerken zählen die Entwicklung des Wintersportorts Les Arcs, die Zusammenarbeit mit der Galerie Steph Simon sowie ein Teehaus für die Unesco in Paris. 1983 wurde sie zum Chevalier der Ehrenlegion ernannt.