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Arflex
Land
Italien
Typ
Körperschaft
Funktionen
Produzent
Biografie
Im Jahr 1947 experimentierten Techniker des Gummiherstellers Pirelli zusammen mit dem Architekten Marco Zanuso mit neuartigem Schaumgummi (ital. "gommapiuma") und elastischen Bändern. Im Zuge dieser Kooperation entstand 1950 in Mailand die Firma Arflex. Zanuso machte sich die Materialien für die Polsterung von Sesseln und Sofas zunutze und bescherte der Firma 1951 mit der Präsentation des Sessels Lady bei der IX. Triennale in Mailand einen frühen Erfolg. Zwischen 1951 und 1954 fertigte das Unternehmen neben den ersten Möbeln Autositze mit verbesserter Elastizität zum Nachrüsten für den Fiat 500. Auf technischen Innovationen basierte auch in den folgenden Jahrzehnten multifunktionales Mobiliar wie Joe Colombos Personal Container (1964) und eine Vielzahl von Sitzmöbeln, die unter anderem von Franco Albini, Cini Boeri und dem Studio BBPR entworfen wurden. In Zusammenarbeit mit Boeri stellte Arflex mit Bobo 1967 einen rahmenlosen Sessel her, der vollständig aus Polyurethan besteht. Er bildete die materialtechnische Grundlage für weitere Entwürfe wie etwa das 1971 gleichfalls von Boeri entworfene Sofa Serpentone. Zu dieser Zeit hatte das Unternehmen seine Produktionsstätten ins norditalienische Limbiate verlegt und ein Netz von Partnerfirmen aufgebaut, die in vielen europäischen Ländern und in Übersee die Produktion und den Verkauf der Produkte übernahmen. In den 1980er Jahren brachte ein Besitzerwechsel die Erweiterung des Kreises von Designern mit sich, die für Arflex arbeiteten, darunter Anna Castelli Ferrieri, Burkhard Vogtherr oder Isao Hosoe. 1995 übernahm der Bettenhersteller Seven Salotti das Unternehmen. Heute entwerfen neben anderen Luca Nichetto und Jean Nouvel für Arflex.
Arflex (Hg.): Sixty Years of History, Arflex, Giussano 2007.
„Mobili in gommapiuma alla Triennale“, in: Domus, Nr. 261, September 1951.
Sparke, Penny: Italienisches Design von 1870 bis heute, Westermann, Braunschweig 1989