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Artifort

Land
Niederlande
Typ
Körperschaft
Funktionen
Produzent
Biografie
Die Ursprünge Artiforts gehen auf die von Jules Wagemans 1890 in Maastricht (Niederlande) gegründete Polsterei zurück, die von seinem Sohn Henricus in Amsterdam bis Ende der 1920er Jahre zu einer Möbelfabrik mit Ladengeschäft ausgebaut wurde. 1928 wurde der Markenname Artifort als Kombination von Kunst (ars) und Stärke (fortis) eingeführt. Der Erfolg der Firma gründete ab den frühen 1930er Jahren auf Polstermöbeln mit einem patentierten Federkern, wie er zuvor bereits bei Matratzen und Autositzen verwendet wurde. Ab 1958 erlangte Artifort unter der künstlerischen Leitung des Designers und Innenarchitekten Kho Liang Ie internationale Anerkennung. Liang Ie knüpfte unmittelbar Beziehungen zu Entwerfern wie dem Franzosen Pierre Paulin und dem Briten Geoffrey D. Harcourt, die mit skulpturalen Möbeln bekannte Beiträge zur Pop-Ära lieferten. Auffällige Sessel wie etwa das Modell Tongue (1967) von Paulin wurden durch neuartige Konstruktionsmethoden mit eingeschäumten Stahlrohrrahmen und elastischen Bezugsstoffen möglich, auf deren Herstellung sich Artifort nunmehr spezialisierte. Paulin holte auch Jack Lenor Larsen zu Artifort, dessen Stoffe den Einklang von Form, Material und Textilbezug unterstrichen. Zu Paulin und Harcourt kamen in den 1970er Jahren niederländische Designer wie Bruno Ninaber van Eyben und Gijs Bakker hinzu. 1998 wurde Artifort zur Marke der belgischen Lande Group mit Produktionsstätten in Schijndel, Niederlande, und Lanaken, Belgien. Zu den Designern zählen heute René Holten, Ben van Berkel und Khodi Feiz. Einige Möbel von Paulin und Harcourt werden kontinuierlich hergestellt, andere ihrer Entwürfe erfahren in den letzten Jahren Neuauflagen. Ewald, Jamin u. a.: "Artifort", 010 Publishers, Rotterdam 1990. http://www.artifort.com, letzte Einsicht: 223.9.2026. van Ginneke, Ineke, "Kho Liang Ie. Interieurarchitect – industrieel ontwerper", 010 Publishers, Rotterdam 1986.