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Hector Guimard

1867–1942
Land
Frankreich
Typ
Person
Funktionen
Designer
Biografie
Geboren 10. März 1867 Lyon, Frankreich Gestorben 20. Mai 1942 New York City, New York, USA Hector Guimard studierte ab 1882 zunächst an der École nationale des arts décoratifs in Paris und wechselte anschließend zur Architektur an die École des beaux-arts. Nach frühen Arbeiten wie dem Pavillon de l'Electricité für die Weltausstellung 1889 und dem Hôtel Jassedé in Paris prägte eine Reise nach Belgien 1894/95 seine Entwicklung nachhaltig. Die Begegnung mit Victor Horta und dessen Hôtel Tassel beeinflusste die Gestaltung des Castel Béranger in Paris (1894–1898), das als erstes Beispiel seiner später als „Style Guimard“ bezeichneten Formensprache gilt. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die Villa Berthe in Le Vésinet, Castel Henriette in Sèvres, das Hôtel Nozal in Paris sowie sein eigenes Wohnhaus in der Avenue Mozart. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Gestaltung der Eingänge der Pariser Métrostationen, für die er ab etwa 1899/1900 schmiedeeiserne beziehungsweise gusseiserne Fertigteile einsetzte und deren Prinzipien er auch auf den Möbelbau übertrug. 1903 war er Mitbegründer des Salon d’automne in Paris. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte er Entwürfe für vorgefertigte Arbeiterhäuser zur Linderung der Wohnungsnot. 1938 emigrierte er mit seiner Ehefrau Adeline Oppenheim nach New York.