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4015 ST / Einpunktstuhl, Bellmann-Stuhl
Hans Bellmann
Hans Bellmanns Einpunktstuhl entstand ungefähr zur gleichen Zeit wie Arne Jacobsens Ameise. Er gehört zu den ersten Stühlen mit einer mehrfach gebogenen Sitzschale aus einem durchgehenden Stück formverleimtem Sperrholz. Als prägnantes formales Kennzeichen sticht das Griffloch in der sich nach oben verjüngenden Lehne heraus. Es bildet eine gegenläufige trapezoide Form zur Stuhllehne und setzt sich leicht in der Sitzfläche fort. Den Beinamen „Einpunktstuhl“ verdankt Bellmanns Entwurf der über nur einen Punkt realisierten Verbindung von Schale und Gestell. Die vier Stuhlbeine sind über Kreuz zusammengeführt und in einer einzigen Schraubverbindung mit einer mittig in die Sitzfläche eingelassenen verchromten Scheibe verschraubt. Die erzeugte Vorspannung sowie die vier zur Stabilisierung auf das Gestell aufgeschweißten Distanzhalter sorgen für einen dauerhaft fest montierten Sitz. Der Stuhl erhielt 1954 vom Schweizerischen Werkbund die Auszeichnung die Gute Form und war über Jahre einer der erfolgreichsten modernen Stühle in der Schweiz.
Text: Claude Lichtenstein
Titel
4015 ST / Einpunktstuhl, Bellmann-Stuhl
Designer
Entwurf
1951
Herstellung
zwischen 1952 und 1970
Hersteller
Material / Technik
Stahl, verchromt / Formsperrholz, schwarz lackiert / Kunststoff / Füße: Gummi
Maße
80,0 x 40,5 x 53,5 cm
Inventarnummer
MCH-1023
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum




