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DKR / Wire Mesh Chair, Wire Chair
Charles & Ray Eames
Charles und Ray Eames waren fasziniert von der Leistungsfähigkeit des in der Möbelindustrie nur selten verwendeten Stahldrahts. Inspiriert von den Arbeiten Buckminster Fullers, zielten die Eames’ bei der Entwicklung des Drahtstuhls darauf ab, mit einem möglichst geringen Materialaufwand ein funktionales, robustes und doch leichtes Sitzmöbel zu schaffen. Die ersten – wenig stabilen – Versuchsmodelle zeigen eine aus Dreiecken aufgebaute Drahtstruktur, die nicht zufällig den von Fuller entwickelten Tragwerken glich. Aus insgesamt 35 Drahtstäben wurde anschließend die heute noch verwendete, rechtwinklig angeordnete Gitterstruktur entwickelt. Die Enden dieser Stäbe wurden mittels Punktschweißtechnik fixiert, ein Verfahren, das bereits in den 1950er Jahren zum Beispiel bei der Produktion von Einkaufswagen im industriellen Maßstab erprobt wurde.
Die Drahtschale des Wire Chair überzeugt durch ihre Transparenz und optische Leichtigkeit. Trotz seiner körpernah geformten Sitzschale ist ein bequemes Sitzen auf dem Stuhl aber nur über einen relativ kurzen Zeitraum möglich, weshalb die Eames’ verschiedene Polster für den DKR entwarfen. Ein guter Kompromiss zwischen funktionalen und ästhetischen Ansprüchen gelang mit dem sogenannten Bikini-Polster, das die Gitterstruktur partiell sichtbar lässt. Auch die Kombinierbarkeit mit einer Vielzahl von Untergestellen trug wesentlich dazu bei, den Wire Chair zu einem der erfolgreichsten und langlebigsten Produkte der Eames‘ zu machen.
Text: Mathias Remmele
Titel
DKR / Wire Mesh Chair, Wire Chair
Designer
Entwurf
1950/51
Herstellung
ca. 1951/52
Hersteller
Material / Technik
Stahldraht, lackiert / Vinylbezug
Maße
82,0 x 48,0 x 52,5 cm
Inventarnummer
MEA-1110-1
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum






