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ohne Titel / Stabkreuztisch

Heinz Rasch
1927 statteten die Brüder Rasch die Wohnung für einen Junggesellen (Wohnung Nr. 18) im Musterhaus von Ludwig Mies van der Rohe in der Weißenhofsiedlung Stuttgart mit Möbeln aus. Ihre sogenannten Sitzgeiststühle standen dort um einen runden Tisch mit fünf Beinen, der ein pyramidenförmiges Traggestell auf einer kreuzförmigen Basis aufweist. Der hier gezeigte Tisch ist eine Weiterentwicklung dieses Modells, bei der Heinz Rasch auf das kegelförmige Traggestell verzichtete. Die an beiden Enden diagonal abgeschrägten Beine kreuzen einander mittig und stabilisieren sich gegenseitig. 1928 beschrieben die Brüder Rasch in ihrem Buch "Der Stuhl", dass die besondere Festigkeit dieser Konstruktion durch eine feste Verbindung der Diagonalen erreicht werde, wodurch in dritter Dimension ein Doppelkegel entstehe. Ähnliche Tischkonstruktionen wurden später auch von anderen Entwerfern angewendet, so zum Beispiel 1944 von Hans Bellmann und 1970 von Carlo Bartoli für seinen Tisch Nodo. Von 1985 bis 1996 wurde der Tisch in einer Version aus Stahlrohr von Tecta wieder aufgelegt. Text: Otakar Máčel
Titel
ohne Titel / Stabkreuztisch
Designer
Entwurf
1930
Herstellung
ca. 1950
Hersteller
Material / Technik
Holz, schichtverleimt, beschichtet / Massivholz, beschichtet
Maße
68,5 x 110 x 110 cm
Inventarnummer
DGE-1004
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Dauerleihgabe Inka Legge-Rasch