Skip to main content
Zurück zur Suche

Sessel aus dem Programm 620

Dieter Rams
Nachdem Dieter Rams 1957 mit der Entwicklung modularer Regalsysteme begonnen hatte, widmete er sich 1960 mit dem Sessel 601 (RZ 60) und 1962 mit dem Programm 620 (RZ 62) auch dem Thema Sitzmöbel. Die Serie – zu der auch ein passender Hocker gehört – basiert auf einem Sesselmodul, das sich dank abnehmbarer Armlehnen zu einem Sofa erweitern lässt. Die niedrige Rückenlehne ist gegen eine ursprünglich einteilige, seit 1975 zweiteilige hohe Lehne austauschbar. Bei den zwischen 1962 und 1964 gefertigten Prototypen wurden für Arm- und Rückenlehnen unterschiedliche Materialien getestet. In der Serienproduktion fand glasfaserverstärkter Polyester Verwendung, der 2013 durch einen heiß gepressten Sheet Moulding Compound ersetzt wurde. In der reduzierten Gestaltung der Sitzmöbel spiegelt sich Rams’ Forderung nach einer „Befreiung von der Dominanz der Dinge“ wider. Die ästhetisch zurückhaltenden Möbel fügen sich in unterschiedlichste Räume ein. Das System 620 hat so nicht nur seinen Weg in private Wohnräume gefunden, sondern wird beispielsweise auch im Berliner Bundeskanzleramt eingesetzt. Text: Henrike Büscher
Titel
Sessel aus dem Programm 620
Designer
Entwurf
1962
Herstellung
zwischen 1970 und 1994
Hersteller
Material / Technik
Rahmen: Massivholz mit Federkernpolsterung / glasfaserverstärkter Polyester / Lederbezug / Basis: Drehscheibe aus Aluminium
Maße
68,5 x 86,5 x 75 cm
Inventarnummer
SGE-1001
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum