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Harkonnen Stuhl / Giger Stuhl
Hans Ruedi Giger
H. R. Giger wurde vor allem als Vertreter des Phantastischen Realismus in der Kunst bekannt. In den späten 1960ern schuf er ein Bildprogramm in ganz eigenem Stil: zuerst in Öl gemalte, ab 1972 in höchst virtuoser Airbrush-Technik ausgeführte technoide Mischwesen, die sogenannten Biomechanoiden. Mit dem Set zum Film Alien (1978), für dessen Special Effects er einen Oscar erhielt, wurde Giger weltberühmt. Den Harkonnen Stuhl entwarf er für eine – nicht zustande gekommene, später aber von David Lynch ohne Gigers Mitwirkung realisierte – Verfilmung des Science-Fiction-Romans Dune (dt. Der Wüstenplanet) von Frank Herbert. Den Namen Harkonnen trägt im Roman die Herrscherfamilie. Der drehbare, hochlehnige Sessel aus Polyester mit mattschwarzer Schaumstoffpolsterung ist typisch für Gigers technoid-phantastische Ästhetik. Als memento mori vereint er nachgebildete menschliche und tierische Organe und Skelettteile mit Röhren und Kabeln. Die Enden des Viersternfußes sind in der Form von Windhundschädeln ausgebildet. Das Modell wird bis heute auf Bestellung in Handarbeit angefertigt. Man findet sie auch in der von Giger ausgestatteten Giger-Bar, die 1992 in seinem Schweizer Heimatort Chur eröffnet wurde.
Text: Claude Lichtenstein
Titel
Harkonnen Stuhl / Giger Stuhl
Designer
Entwurf
1980/81
Herstellung
nach 1981
Hersteller
Material / Technik
Metall / Polyester, schwarz durchgefärbt / Schaumstoff
Maße
151 x 65,5 x 80 cm
Inventarnummer
MCH-1003
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
