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DAX / Plastic Armchair, Fiberglas-Armlehnstuhl
Charles & Ray Eames
Die Idee einer einteiligen, körpergerecht geformten Sitzschale hatten Charles Eames und Eero Saarinen bereits 1940. Nach vergeblichen Versuchen war Ray und Charles Eames klar geworden, dass sich eine solche Schale nicht mithilfe von dreidimensional verformtem Sperrholz herstellen ließ. Als das MoMA 1947 einen Wettbewerb für "Low-Cost Furniture Design" auslobte, war das eine willkommene Gelegenheit, nach alternativen Möglichkeiten zu forschen. Wettbewerbsziel war die Entwicklung von preiswerten, industriell hergestellten Möbeln, um den in der Nachkriegszeit gestiegenen Bedarf zu decken.
Inspiriert von der Automobilindustrie beschlossen die Eamesʼ, die Umsetzung der Schalensitze mithilfe von Metall zu versuchen; dies scheiterte jedoch, da es hierzu erheblicher Investitionen bedurft hätte. 1949 nahm Charles Eames Kontakt zu der auf die Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polyesterharz spezialisierten Firma Zenith Plastics auf. Gemeinsam lotete man die Möglichkeit aus, die Low-Cost-Schalen in diesem Kunststoffmaterial zu realisieren und die Wettbewerbsentwürfe an die Anforderungen des neuen Materials anzupassen.
Im Frühjahr 1950 konnten die ersten, noch handgefertigten Exemplare der Armlehnschale in der Ausstellung im MoMA präsentiert werden. Noch im selben Jahr begann die Serienproduktion. 1951 folgten die einfacheren Schalen für den Plastic Side Chair. Die Kunststoffsitzschalen sind, im Hinblick auf die Produktionszahlen, der mit Abstand erfolgreichste Entwurf von Ray und Charles Eames und wahrscheinlich auch der einflussreichste.
Text: Mathias Remmele
Titel
DAX / Plastic Armchair, Fiberglas-Armlehnstuhl
Designer
Entwurf
1948–1950
Herstellung
1950/51
Hersteller
Material / Technik
glasfaserverstärkter Polyester / Stahlrohr, lackiert / Gummi / Kunststoff
Maße
74,5 x 63,0 x 63,0 cm
Inventarnummer
MEA-1122-1
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
Zugehörige Highlights (1)




