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Z9/r / Sedia dattilo

Ettore Sottsass
Ab 1958 war Ettore Sottsass als Designberater für Olivetti tätig und entwarf für den Büromaschinenhersteller zunächst Schreibmaschinen und Großrechner. Durch diese Arbeit begann Sottsass die Produkte als Teil komplexer Systeme zu verstehen und erklärte 1968 in einem Vortrag, dass das Design einer Schreibmaschine ein Nachdenken über die täglichen Arbeitsprozesse ihres Benutzers mit einschließen müsse ("How to Survive with a Company, Perhaps?"). So entwarf er zwischen 1970 und 1972 für Olivetti die Büromöbelserie Synthesis 45, zu der auch der vielfach verstellbare Schreibmaschinenstuhl Z9/r gehörte: Die Sitzhöhe ist über ein Gewinde im Schaft einzustellen, das von einer flexiblen Kunststoffverkleidung verdeckt wird. Die Rückenlehne ist nicht nur in ihrer Höhe verstellbar, sondern durch zwei Gelenke auch in ihrem Neigungswinkel. Rahmen und Basis des Stuhls wurden aus Gussaluminium gefertigt; die gepolsterte Sitzfläche und Lehne sind mit synthetischem Stoff bezogen. Sottsass strebte mit seinen Büromöbeln eine optimale Abstimmung auf ein Arbeitsumfeld an, das zunehmend von Apparaturen und Maschinen dominiert war, welche die Körperhaltung des Sitzenden veränderten. Julia Selzer
Titel
Z9/r / Sedia dattilo
Designer
Entwurf
1970–1972
Herstellung
zwischen 1972 und 1988
Hersteller
Material / Technik
Gussaluminium, gelb lackiert / Kunststoff / Schaumstoffpolsterung / Synthetikbezug / Rollen: Kunststoff
Maße
74 x 43 x 47 cm
Inventarnummer
MIT-1078-2
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum