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You Can’t Lay Down Your Memory

Tejo Remy
Anfang der 1990er Jahre war die Wiederverwertung von Materialien sehr populär in den Niederlanden. Noch vor seinem Studienabschluss 1991 entwickelte Tejo Remy Entwürfe, die mittlerweile zu den niederländischen Designikonen gehören, wie die Kommode, für die er den Namen „You can’t lay down your memory“ wählte, einen Vers aus dem Song "Knockin’ On Joe" von Nick Cave And The Bad Seeds aus dem Jahr 1985. Für das Modell baute Remy jeweils ein Fach aus Holz für jede der gefundenen Schubladeneinsätze, die er dann lose zu einer Kommode verband. Für Remy hat das Aufbewahren persönlicher Gegenstände große Bedeutung und die Kommode ist für ihn eine Metapher für das (manchmal chaotische) Vorgehen des Gedächtnisses. Natürlich ist es einfacher, sich daran zu erinnern, in welcher Schublade ein Gegenstand ist, wenn die Schubladen alle verschieden sind. Dies ist ein wichtiger Aspekt dieser Gestaltung. Remy sucht die Schubladen in Second-Hand-Läden, bekommt sie geschenkt, und wer die Kommode kauft, kann sogar eigene Schubladen hinzufügen. Maximale Individualisierung ist möglich, so beispielsweise auch das Hinzufügen eines Fernsehers. Zusammengehalten werden die Schubladen durch einen Jutegurt, wodurch Änderungen von deren Position möglich sind, doch schlägt Remy immer eine bestimmte Anordnung vor. Nach Gründung der Droog Design Gruppe vertrieb diese den Entwurf. Die Anzahl der Kommoden wurde auf 200 limitiert. Eine kleinere XS-Variante wurde 2007 eingeführt. Text: Ingeborg de Roode
Titel
You Can’t Lay Down Your Memory
Designer
Entwurf
1991
Herstellung
2006 (Nr. 78 von 200)
Hersteller
Material / Technik
Ahorn / verschiedene Holzarten / Jute / Metall
Maße
ca. 140 x 55 x 140 cm (unterschiedlich je nach Installation)
Inventarnummer
MNL-1013
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum