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Nagasaki
Mathieu Matégot
Mathieu Matégot war einer der ersten Möbeldesigner, der perforiertes Stahlblech verwendete. Der Stuhl Nagasaki ist eines seiner berühmtesten Modelle, für die er dieses Material nutzte. Er wurde 1954 beim Salon des artistes décorateurs in Paris zum ersten Mal präsentiert. Der Stuhl besteht aus zwei gebogenen Stahlrohrelementen, die eine Rückenlehne und eine ovale Sitzfläche aus Rigitulle, einer von Matégot entwickelten Stahlblechsorte, tragen. Die Stahlrohre und die Rückenlehne sind schwarz lackiert und kontrastieren mit dem Gelb der Sitzfläche. Als feinsinniger Farbenkünstler verwendete Matégot Primärfarben, um seine grafischen Möbeldesigns zu unterstreichen. Der Nagasaki ist einer der wenigen dreibeinigen Stühle, die Berühmtheit erlangten. Zur Nagasaki-Serie gehören weiterhin ein runder Tisch, ein hoher Hocker und ein Stuhl mit Armlehnen. Außerdem gibt es einen vierbeinigen Stuhl und eine Version aus Rattan namens Kimono. 1954 stattete Matégot La Saladière, das erste vegetarische Restaurant in Paris, mit der Nagasaki-Serie aus. Die erste Produktion in den 1950er Jahren wurde von Matégots eigener Firma vertrieben, mittlerweile haben Sentou Gallery und Gubi die Serie neu aufgelegt.
Text: Karine Lacquemant
Titel
Nagasaki
Designer
Entwurf
1954
Herstellung
zwischen 1954 und 1959
Hersteller
Material / Technik
Stahlrohr, farbig lackiert / perforiertes Stahlblech, farbig lackiert / Gummifüße
Maße
74,6 x 57,4 x 58,0 cm
Inventarnummer
MFR-1004-2
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
Zugehörige Räume (1)
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