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Oscar Niemeyer
Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer entwarf, oft gemeinsam mit seiner Tochter Anna Maria, auch einige Möbelstücke. Dieser Sessel entstand zusammen mit einem dazugehörigen Hocker um 1972. Bekannt wurde er durch den Einsatz in der von Oscar Niemeyer entworfenen Zentrale der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) in Paris. Das Polster der Sitzfläche ruht auf einem Untergestell aus zwei Edelstahlbändern. Das hintere der beiden Bänder läuft zunächst flach am Boden entlang, bevor es einen Bogen vollzieht, um das schwenkbare Rückenpolster zu halten. Eine Variante des Modells hat ein höheres Untergestell und die Stahlbänder sind annähernd in der Form eines Kreissegments gebogen. Beide Modelle wurden zunächst durch Mobilier International in Paris hergestellt. Ende der 1970er Jahre gingen sie bei Tendo Brasileira in São Paulo, Brasilien, in Produktion, wo sie jedoch mit einer Basis aus Sperrholz gefertigt wurden. Die Parallelen der Entwürfe zu Niemeyers Bauten sind augenfällig – auch die Sessel zeigen eine Vorliebe für organische Kurven und verbinden die Strenge der klassischen Moderne mit der freieren Ästhetik und Mondänität der lateinamerikanischen Architektur der Nachkriegszeit. Text: Henrike Büscher
Titel
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Designer
Entwurf
ca. 1972
Herstellung
zwischen 1972 und 1978
Hersteller
Material / Technik
Edelstahl / Polyurethanschaumpolsterung / Kunstlederbezug / Kunststoff
Maße
59,0 x 75,0 x 106,5 cm
Inventarnummer
MBR-1001
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum