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Armoire-penderie pour cellule á un lit

Charlotte Perriand; Le Corbusier
Im Mai 1954 erhielt Le Corbusier den Auftrag für das brasilianische Studentenhaus in der Pariser Cité Universitaire. 1955 unterbreitete sein Mitarbeiter Jacques Michel erste Vorschläge für die Möblierung, die im Februar 1956 von Le Corbusier überarbeitet wurden, indem er seine eigene Mustermöblierung aus der Unité d’habitation von Nantes-Rezé abwandelte (1955). Die Arbeit an den Möbeln wurde 1958 wieder aufgegriffen, als Le Corbusier seine ehemalige Büropartnerin Charlotte Perriand hinzuzog. So entstanden die endgültigen Entwürfe, darunter auch das hier gezeigte Schrankelement. Wie in anderen Wohnzellen Le Corbusiers trennte das Element den Sanitärbereich vom Arbeits- und Schlafteil. Die Seite zum Sanitärbereich hin weist Schubladen, offene Fächer und einen verschließbaren Kleiderschrank auf. Neben der klugen Organisation bestechen vor allem die farbigen Kunststoffschubladen, die Perriand nach langjährigen Studien zum Thema Aufbewahren 1952 entworfen hatte und von der Fima Sem herstellen ließ. Diese Farbakzente kontrastieren mit den neuartigen Schiebetüren aus grauem Kunststoff ebenso wie mit dem naturbelassenen Eichenholz und der polychromen Fassung des Studentenzimmers. Text: Arthur Rüegg
Titel
Armoire-penderie pour cellule á un lit
Designer
Entwurf
1958/1959
Herstellung
1959
Material / Technik
Tischlerplatte mit Deckfurnier in Eiche / Schiebetür und Schubladen: Kunststoff / Metall
Maße
151,0 x 178,5 x 64,0 cm
Inventarnummer
MFR-1158
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum