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Elefantenrüsseltisch
Max Schmidt, Werkmeister Berka
Der Elefantenrüsseltisch geht formal wahrscheinlich auf Teetische britischer Hersteller mit elefantenrüsselartig geschwungenen Beinen zurück, die wiederum vermutlich nach dem Vorbild chinesischer Lacktischchen gestaltet sind. Form und Anzahl der Beine bestimmen nicht nur die Ästhetik des Tisches, sondern verleihen ihm zugleich einen stabilen Stand. Praktische und zugleich dekorative Zwecke erfüllen bei der abgebildeten Variante auch weitere Elemente: Die über die Tischplatte hinausragende Messingummantelung verhindert, dass Gegenstände von der Platte rutschen; die Keramikfliesen dienen dem Abstellen von Heißgetränken. Der Wiener Architekt Adolf Loos verwendete den Tisch mehrfach für die Möblierung von Wohn- und Herrenzimmern – erstmals 1899 bei der Einrichtung der Wohnung des Wiener Kunsthistorikers Hugo Haberfeld. Das Modell wird daher häufig Loos zugeschrieben, allerdings stellte er 1907 klar: „Der Elefantenrüsseltisch ist aus der Werkstatt F. O. Schmidt nach Angaben des Herrn Max Schmidt (Ausführung und Detaillierung Werkmeister Berka) hervorgegangen.“
Text: Eva B. Ottillinger
Titel
Elefantenrüsseltisch
Designer
Entwurf
1899
Herstellung
zwischen 1899 und mind. 1912
Hersteller
Material / Technik
Eiche / Messing / Keramikfliesen
Maße
70,5 x 86,5 x 86,5 cm
Inventarnummer
MAT-1013
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
Zugehörige Räume (1)

