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Aluflex

Armin Wirth
Die Aufgabe, eine platzsparende Reihenbestuhlung für die Aula der Rudolf-Steiner-Schule in Zürich zu entwickeln, führte den der Anthroposophie nahestehenden Ingenieur und Erfinder Armin Wirth zum Entwurf des Aluflex. Er konzipierte ein extrem leichtes Modell mit hochklappbarer Sitzfläche und einem Gestell, das sich nach vorn hin konisch öffnet, wodurch sich die Stühle kompakt ineinanderschieben lassen und dabei nur jeweils 4,5 Zentimeter Tiefe beanspruchen. Die Sitzfläche des 1951 patentierten Stuhls ist vorn körpergerecht nach unten und hinten nach oben gewölbt, was sie biegesteif macht. Dank einer Torsionsfeder schwenkt sie bei Entlastung langsam hoch. Der Abstand der Sitzreihen kann bei hochgeklapptem Sitz lediglich 65 bis 70 Zentimeter betragen. Die extrem dünne Rückenlehne, die bis in die 1950er Jahre aus fünflagigem Flugzeugsperrholz gefertigt wurde, war mit einer Aluminiumhalterung versehen. Diese Kombination war sehr flexibel, sodass sie sich der Rückenform anpasste. Der Aluflex wird seit seiner Einführung gern in Räumen mit temporärer Bestuhlung wie in Aulen, Konzertsälen oder Großhallen verwendet, so beispielsweise in der Grugahalle in Essen oder in der Fraumünsterkirche in Zürich. Huber, Verena: „Der geniale Stapelstuhl“, in: Raum & Wohnen, Nr. 11, 2007. Text: Claude Lichtenstein
Titel
Aluflex
Designer
Entwurf
1950/51
Herstellung
zwischen 1951 und 1971
Hersteller
Material / Technik
Aluminiumrundstäbe (Durchmesser: 15 mm) / Buchensperrholz
Maße
83,0 x 47,0 x 49,0 cm
Inventarnummer
MCH-1008-1
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum