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ohne Titel ( Klappstuhl)

Heinz Rasch; Bodo Rasch
Ob als Architekten oder Designer – das primäre Interesse von Heinz und Bodo Rasch galt stets der optimalen Konstruktion von Objekten. Raum- und Materialersparnis waren hierbei zentrale Kriterien. So liegt es nahe, dass sich die Brüder auch mit der Optimierung von Klappstühlen befassten. In ihrer Publikation "Der Stuhl" aus dem Jahr 1928 widmen sie ein Kapitel diesem besonders platzsparenden Stuhltypus. Bei den meisten herkömmlichen Klappstühlen bestehen Vorderbeine und Rückenlehne aus einem Element, wodurch die Lehne zur Sitzfläche einen stumpfen Winkel bildet, was bequemes Sitzen erschwert. Wurde von dieser Konstruktion abgewichen, so ging dies in der Regel zu Lasten der Raumersparnis in zusammengeklapptem Zustand. Der Winkel zwischen Sitz und Lehne des hier gezeigten Modells beträgt hingegen 90 Grad – wie bei einem herkömmlichen Stuhl. Dies wird dadurch erreicht, dass die Rückenlehne lediglich oben in die Stützkonstruktion eingehängt ist. Der Stuhl lässt sich plan zusammenfalten. Für das Folgemodell, ein Stahlrohrmodell mit Sitz und Lehne aus Sperrholz, beantragte Heinz Rasch 1928 ein Patent, das er 1932 erhielt. Heinz Rasch korrespondierte 1932 mit den Vereinigten Leichtmetallwerken in Bonn und zwei französischen Firmen über eine Ausführung des Klappstuhls in Leichtmetall, doch ist über eine Umsetzung dieses Vorhabens nichts bekannt. Text: Barbara M. Eggert
Titel
ohne Titel ( Klappstuhl)
Designer
Entwurf
1927
Herstellung
1927
Hersteller
Material / Technik
Holz
Maße
107,8 x 7,5 x 55,5 cm
Inventarnummer
DGE-1001
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Dauerleihgabe Inka Legge-Rasch