Zurück zur Suche
422 / Large Diamond Chair
Harry Bertoia
Die Entstehungsgeschichte des Diamond Chair begann im Jahr 1949 mit einer "carte blanche", welche die Möbelhersteller Hans und Florence Knoll dem Künstler und Designer Harry Bertoia anboten. Er solle an die Ostküste kommen und an Entwürfen oder Skulpturen seiner Wahl arbeiten. 1950 zog Bertoia daher mit seiner Familie nach Pennsylvania, wo er mit der Arbeit an Skulpturen, aber auch an Möbeln begann. Im Verlauf des Entwurfsprozesses experimentierte er mit Gitterstrukturen und fertigte zahlreiche Skizzen und Modelle an. Schließlich kristallisierte sich eine ausladende Schalenform aus Draht heraus, die den Eindruck vermittelt, als habe sich ein quadratisches Drahtgitter unter dem Gewicht einer sitzenden Person dreidimensional verformt und zu einer Raute verzogen. Diese Form, im Englischen „diamond“, verlieh dem Stuhl seinen Namen.
Im Dezember 1952 wurde der Stuhl als Teil einer ganzen Serie von Sitzmöbeln aus Draht zusammen mit Metallskulpturen Bertoias im New Yorker Showroom von Knoll Associates erstmals präsentiert und mit Begeisterung aufgenommen. 1953 begann die aufwändige Serienproduktion des Sessels, die bis heute andauert. Die Drähte werden über einer Montagevorrichtung von Hand gebogen und verschweißt, die Sitzschale ist über vier Shockmounts, die die Schwingungen dämpfen, mit dem Untergestell verbunden. Aufgrund seiner Leichtigkeit und Eleganz sowie seiner einprägsamen skulpturalen Anmutung ist der Diamond Chair das wohl bekannteste aus Draht gefertigte Sitzmöbel.
Text: Mathias Remmele
Titel
422 / Large Diamond Chair
Designer
Entwurf
1950–1952
Hersteller
Material / Technik
Stahldraht und Rundstahl, lackiert / Gummi
Maße
68,8 x 112 x 81,5 cm ; Hocker: 36,6 x 59,8 x 42,9 cm
Inventarnummer
MUS-1001-3
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
Zugehörige Räume (1)





