Zurück zur Suche
Kufenstuhl (Kinderstuhl)
Karl Nothhelfer
Der Kufenstuhl löste ab 1950 zusammen mit dem dazugehörigen Kufentisch die bis dahin in Deutschland üblichen Schulbänke ab. Der von Karl Nothhelfer im Auftrag der Vereinigten Spezialmöbelfabriken entworfene Stuhl wurde in fünf Normgrößen angeboten und überzeugte durch Robustheit und Funktionalität. Die beiden ungefähr mittig auf den Kufen stehenden Stuhlbeine sorgen für eine ausgewogene Belastungsverteilung in allen Sitzpositionen und minimieren die Möglichkeit des Kippelns. Auch produktionstechnisch war der Stuhl innovativ: Die Tragleisten des Sitzes und die Kufen sind mittels einer damals neuartigen Dübelverbindung mit den Beinen verbunden. Ab 1957 wurden die Unterseite der Tragleiste und ein Teil des Beins mit einer Nut versehen, in die ein Gummikeder eingelassen ist. Dadurch lässt sich der Stuhl auf die Tischplatte schieben, ohne diese zu beschädigen. Seit einer Überarbeitung des Entwurfs im Jahr sind die zuvor parallel zueinander verlaufenden Beine leicht nach innen geneigt.
In Westdeutschland haben Generationen von Kindern ihre Schulzeit auf dem Kufenstuhl verbracht. Von dem bis heute produzierten Modell wurden seit 1950 rund sechs Millionen Exemplare verkauft.
Text: Mathias Remmele
Titel
Kufenstuhl (Kinderstuhl)
Designer
Entwurf
1950
Herstellung
zwischen 1950 und 1957
Hersteller
Material / Technik
Gestell und Sitzfläche: Buche massiv, lackiert / Rückenlehne: Buchensperrholz, lackiert
Maße
59,5 x 36,1 x 42 cm
Inventarnummer
MGE-1017
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum
Zugehörige Highlights (1)
Zugehörige Räume (1)
Zugehörige Objekte (1)



