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Glass Chair (Exemplar 38/40)
Shiro Kuramata
Der Glass Chair entstand als Reaktion auf die langjährige Unzufriedenheit des japanischen Designers Shiro Kuramata mit Silikon als Mittel zur Verbindung transparenter Materialien, beispielsweise Acrylharz. Er war auf der Suche nach einer Alternative, die keine sichtbaren Spuren hinterlassen würde. Als er erkannte, dass Photobond 100 – ein lichthärtender Acrylatklebstoff, der erst kürzlich entwickelt worden war – ihm ermöglichen würde, den Rand einer Glasplatte fest und ohne sichtbare Spuren an einer Glasfläche zu befestigen, entwickelte Kuramata sofort den Plan für den Glass Chair, den er dann unter Verwendung von 12 mm starken Glasplatten realisierte. Glass Chair ist in vielerlei Hinsicht Kuramatas paradoxestes Design. Zum einen läuft das zerbrechliche Material Glas, das rahmenlose Design und das transparente Objekt an sich der herkömmlichen Vorstellung von einem Stuhl und seiner Funktion gänzlich zuwider, zum anderen greift Kuramata aber auf die klassische Form eines Armlehnstuhls zurück.
Text: Keiko Hashimoto
Titel
Glass Chair (Exemplar 38/40)
Designer
Entwurf
1976
Herstellung
2013
Hersteller
Material / Technik
Glas, verklebt mit Photobond 100
Maße
88,7 x 90 x 60 cm
Inventarnummer
MJP-1039
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum




