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Landi-Stuhl / Landi

Hans Coray
Der Landi-Stuhl von Hans Coray gehört zu den bekanntesten Beispielen früher europäischer Aluminiummöbel. Seinen Namen verdankt er der Schweizerischen Landesausstellung 1939, "Landi", deren offizieller Stuhl er war. Corays Entwurfsziel war ein „Stuhl ganz aus Aluminium für die vertikale Stapelung“. Aluminium war Ende der 1930er Jahre wenig verbreitet. Das Material für den Landi lieferte die Schweizer Aluminiumwerk A.-G., Produzent wurde die Metallwarenfabrik P. & W. Blattmann, die sich auf das Wagnis einließ, ohne Vorerfahrung einen Schalenstuhl aus Aluminium zu fertigen. Tatsächlich ließ sich Hans Corays Entwurf unverändert ausführen. Die bestellten 1500 Exemplare wurden pünktlich zur Eröffnung der Landesausstellung geliefert und im Außenbereich platziert. Nach Abschluss der Ausstellung wurden sie für je 15 Schweizer Franken verkauft. Fabrikneu kosteten sie je 28 Franken, was der Vorstellung des Designers von einem preiswerten Produkt entsprach. Im Laufe seiner Produktionsgeschichte erfuhr der Landi einige Veränderungen. So erhielt er ab ca. 1950 Gummifüße, die den Stuhl innenraumtauglich machten, zwischen 1962 und 1998 bekam er nur je 6 mal 6 Perforierungen anstatt 7 mal 7, was die Herstellung vereinfachte. Dass der Stuhl bis heute auf dem Markt ist, liegt an seinen vorzüglichen Qualitäten: Er wiegt nur 3 Kilogramm, ist wetterbeständig, wärmeabstrahlend, platzsparend stapelbar und von zurückhaltender Eleganz. Bis heute gilt er als eine Ikone des modernen Designs aus der Schweiz und wurde 2004 sogar zum Motiv einer Briefmarke. Text: Adrian Luncke
Titel
Landi-Stuhl / Landi
Designer
Entwurf
1938
Herstellung
zwischen 1938 und 1939
Hersteller
Material / Technik
Aluminium / Metallschrauben
Maße
77,2 x 50,5 x 62,5 cm
Inventarnummer
MCH-1001-15
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum