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41 / Paimio Sessel

Alvar Aalto
Den Wettbewerb für den Bau des Tuberkulosesanatoriums in Paimio konnte Alvar Aalto 1929 für sich entscheiden. Die Bauarbeiten begannen im April 1930, im Juni 1933 wurde das Sanatorium im Südwesten Finnlands eingeweiht. Bei der Planung orientierte sich Aalto weitgehend an den Bedürfnissen der Patienten; auch sämtliche Möbel und Leuchten entwarf er selbst. Im April 1932 zeigte Aalto bei der Nordic Housing Fair in Helsinki drei Möbel, darunter den später als Paimio Sessel bekannt gewordenen Entwurf. Ihm ging eine längere Entwicklungsphase voraus, in der Aalto ab 1931 mit Schichtholz experimentierte, um stabile, organisch geformte Rahmen zu konstruieren. Für den Rahmen des Sessels wurden dünne Furnierschichten verleimt, gepresst und scheibenweise zugeschnitten. Durch unterschiedlich auslaufende Furniere erscheint der Rahmen als fortlaufendes Band ohne Nahtstellen. Die geschwungene Sitzschale ist nur an ihren Enden über Auskragungen in den Rahmen eingehängt und dort durch waagerechtes Kantholz verstärkt. Da sie vor den Aufhängungen jeweils eine Schlaufe bildet, gibt sie unter der Last des Sitzenden nach und erfüllt die zur Entwurfszeit geschätzte Eigenschaft des Federns. Text: Jochen Eisenbrand
Titel
41 / Paimio Sessel
Designer
Entwurf
1932
Herstellung
1932
Hersteller
Material / Technik
Buche, schichtverleimt gebogen / Sperrholz, gebogen, lackiert
Maße
62,2 x 61,3 x 86,7 cm
Inventarnummer
MSK-1003-1
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum