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Kistenstuhl, Kratstoel

Gerrit T. Rietveld
1934 entwarf der niederländische Architekt und Möbeldesigner Gerrit T. Rietveld eine Serie von „Kistenmöbeln“ – darunter auch der Sessel – aus preiswerten Kiefernbrettern, die mittels Messingschrauben montiert wurden. Entwickelt hatte er die Möbel für „Bekannte […], die kein Geld hatten, aber trotzdem ein modernes Möbelstück bauen wollten“. Inspiriert haben ihn dabei Transportkisten für wertvolle Möbel, denn deren Bauweise betrachte er als „gelungene Tischlerarbeit […], die geradewegs zur Sache kommt“.Ästhetische Belange waren für Rietveld dabei nicht weniger wichtig als eine egalitäre Gesinnung. Er wollte gutes Design zu bezahlbaren Preisen auf den Markt bringen. Entsprechend konnten die Kistenmöbel fertig montiert oder als Bausatz bestellt werden. Die Einzelteile für die Kistenmöbel wurden zunächst in Rietvelds Freundeskreis gefertigt. Nach anfänglichem Zögern übernahm das Kaufhaus Metz & Co. schließlich die Herstellung und den Verkauf. In einem Verkaufskatalog aus dem Jahr 1935 ist die Möbelserie, bestehend aus Sessel und Beistelltisch, Regal, Stuhl und Schreibtisch, als geeignet für „Wochenendhäuser, Wintergärten, Studenten- oder Kinderzimmer“ aufgeführt. In den 1960er Jahren brachte Metz & Co. Stuhl und Couchtisch in einer luxuriöseren Fassung aus Palisander auf den Markt. Text: Ida van Zijl
Titel
Kistenstuhl, Kratstoel
Designer
Entwurf
1934
Herstellung
zwischen ca. 1935 und 1945
Hersteller
Material / Technik
Kiefer, lackiert
Maße
59,5 x 58,2 x 76,8 cm
Inventarnummer
MRI-1019
Kategorie
Schlagwörter
Creditline
Vitra Design Museum